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Schulcampus Reinfelden



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Schulcampus Reinfelden

Die zwei Richtungen, resultierend aus der Lage der Gertrud Luckner Realschule und der Schillerschule werden aufgegriffen und in die Leitidee für das neue Ganztageshaus transferiert. Das Gebäude sammelt um sich alle Außen-Freizeitangebote.

An der imaginären Verlängerung  der Sporthalle der Schillerschule werden Dreifachsporthalle und Ganztageshaus aufgefädelt. Diese Lage  der neuen Bausteine ermöglicht einerseits einen angemessenen Abstand zur neuen Wohnbebauung an der Josefstraße, andererseits genügend Raum nach Süden, um den übergeordneten Grünzug von Westen durchzulassen.

Selbstbewusst steht der Neubau in der Mitte der zwei Schulen und verbindet die städtebaulichen und freiräumlichen Gegebenheiten des Ortes auf ideale Weise mit den Anforderungen an ein Identifikation stiftendes Ganztageshaus. Als "Richtungsfänger" fungiert es als Dreh- und Angelpunkt für die Schüler und noch darüber hinaus.

Das Haus öffnet sich mit dem Haupteingang weit auskragend nach Süden. Dieser Vorplatz dient zugleich als Verteiler und als Terrasse  des Cafés und der Mensa. Durch ein vielfältiges Wegenetz werden das Haus und die Freianlagen, wie Schulgarten, Kleinfeldsportanlage und Freilichttheater miteinander verspannt. Es werden Verbindungen von West nach Ost und von Nord nach Süd für Radfahrer sowie Fußgänger hergestellt. Angeliefert wird das Haus von der als Fuß- und Radweg rückgebauten Jahnstraße.

Die Freiflächen sind vom Erdgeschoss aus somit direkt erreichbar, vom Obergeschoss über eine Freitreppe, die gleichzeitig als Fluchtweg dient.

Die Raumgruppen organisieren sich schleifenförmig um eine zentrale Mitte nach oben. Es entstehen Erschließungsbereiche und Flurachsen, die offene Blickbeziehungen und eine Verzahnung mit den Außenbereichen bieten. Das zentrale Foyer mit Luftraum trägt zur Förderung der Kommunikation bei und symbolisiert die gemeinsme Mitte. Die Terrasse im OG mit Bezug zum Ort und der gefasste Werkhof mit Kletterwand entwickeln sich aus der Entwurfsidee.

Der überdachte Eingangsbereich im Süden bietet allen Besuchern Aufenthaltsmöglichkeiten zur Kommunikation.
Das Foyer bzw. Café ist über die Teeküche gut einsehbar und öffnet sich mit einer Südost -Terrasse. Ebenso hat die Mensa zu diesem Freibereich Zugang. Die Internetecke ist als Pool erhöht mit Sitzstufen zum Foyer offen.
Die Bühne ist so ausgerichtet, dass sie sowohl zum Saal öffenbar, als auch im Westen öffenbar und außen bespielbar ist. Das Kreative Arbeiten setzt sich mit einem Werkhof im Freien fort. Zusätzliche Ausgänge im Westen und Osten verspannen das Haus mit den umgebenden Freibereichen.

Die Lernwerkstätten mit Nebenräumen und die Forscherwerkstatt werden als ruhig gelegene Gruppe zusammen gefasst. Die Forscherwerkstatt hat über eine einläufige Treppe direkten Zugang in den experimentellen Garten.
Der Bewegungsraum ist mit dem Spieleraum über eine mobile Trennwand verbunden. Die Sanitäranlagen liegen nebenan und in den Geschossen übereinander. Multifunktionsraum und Ruheraum sind wiederum als Gruppe zusammen gefasst. Beide Räume haben Zugang auf unterschiedliche Zonen der Terrasse. Die Kletterwand im Westen steht für ein Haus mit Raum für Entfaltung, in dem sich Jugendliche gerne aufhalten, miteinander lernen und leben.