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Rosenbergkirche Stuttgart



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Der Vorplatz bleibt in seiner Ausprägung als Zwischenzone von Öffentlichkeit und Kirche erhalten. Die begrenzende Mauer erhält jedoch an zwei Stellen neue Zugänge zur angrenzenden Rosenbergstraße, da der eigentliche Zugang über den Verkauf des Nachbargrundtückes verloren gegangen ist. Neue Öffnungen in der Kirchenwand vermitteln zwischen Gebäude und Platz: Es entsteht ein halböffentliches Plätzchen nach Süden orientiert mit hoher Aufenthaltsqualität.

Das Konfirmandenhaus wurde behutsam in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden energetisch über Innendämmputz, ausgedämmter Dachhohlraum, neue Fußbodenbeläge, Ausbauten
und  neuer Heizungstechnik, saniert.
Die zusätzlichen Nutzungen mit Jugendräumen, Sekretariat und Generationentreff sind hier untergebracht.

Alle Bereiche sind nun über einen gemeinsamen Aufzug barrierefrei erschlossen.


Foyer und Saal unter und auf der ehemaligen Empore

Der quer liegende Vorraum und der Bereich unter der Empore im Erdgeschoss wurden als Bistro und Café umgestaltet.
Die halbrunde Ausbuchtung im Osten setzt sich als kleine Kapelle in Szene. Neue Öffnungen zum Platz verändern den Raumeindruck bieten eine einladende freundliche Atmosphäre.
Der Vorplatz kann mit einbezogen werden und dient im Sommer als Außensitzbereich.

In die Kirchenempore wurde
ein Saal mit Bühnenbereich für ca. 100 Personen mit Küche und Sanitäreinrichtungen als energetisch getrennter Raum im Raum eingebaut . Eine neue, aus akustischen Gründen gefaltete Innenfassade, in Teilen zum Aufdrehen- oder Auffahren trennt und verbindet dieneuen Nutzungen und den Kirchenraum.


Kirchenraum

Die extreme, konzeptionell jedoch logische Konsequenz des vorhanden Kirchenraums war für heutige Gottesdienste nicht mehr zeitgemäß. Die Anzahl der Sitzplätze war zu hoch. Die Bestuhlung der Kirche war für 800 Sitzplätze ausgelegt. Die heutigen Anforderungen benötigen nur maximal 200 bis 250 Sitzplätze. Die Planung berücksichtigt diese Veränderungen:

Die Verlegung des Schwerpunkts des Kirchenraums rückt in Richtung Raummitte und ein neues Raumkonzept ist umgesetzt: Der Altarbereich wurde vergrößert. Ein Orchester mit Chor kann jetzt Platz finden, der  Rednerpult ist nun weiter Richtung Raummitte gerückt, die schon vorhandene Neigung des Kirchenbodens wurde leicht erhöht.  Der neue hintere Abschluss verbessert die Raumsituation als abgeschlossenes Zimmer ohne als Wand zu wirken.

Alle Einbauten und Veränderungen sind aus Denkmalschutzgründen additiv und reversibel.